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Eine kleine Chronik - wie alles begann Internationaler Dackelclub Gergweis e.V., gegründet 1959, eingetragen am 12.12.1960 Internationaler Rasse-Jagd-Gebrauchshunde-Verband e.V., eingetragen am 05.12.1969 Mitglieder der Europäischen Hundesport-Union (EHU), seit deren Gründung im Februar 1972 ![]() Der erste gewählte Vorstand des IDG im Bild, mit den Gründungsmitgliedern (von links): Dr. Josef Brunner, Dingolfing; Hans Fürst (1.Vorsitzender von 1960 bis 1999), Reserl Fürst, (1. Vorsitzende von 1999 bis 2003) Pörndorf; Kathi Dorfmeister, Gergweis; Dr.Anton Seibold, Reg.-Vet.-Direktor, Straubing; Dr.Josef Mayer, Tierarzt in Pörndorf und Karl Beck, Dingolfing. Kathi Dorfmeister (1910 - 1998), ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz; sie und ihr „Dackeldorf Gergweis“ waren weltberühmt. In ihrem vorbildlich eingerichteten Zwinger wurden in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern die ersten Schutzimpfungen SHL (Staupe, Hepatitis, Leptospirose) durchgeführt. Aus diesen Erfahrungen wurden sie zur „Impfpflicht“ für alle Züchter des Verbandes und schließlich eine Selbstverständlichkeit für jeden Hundehalter. Der IDG wurde zum größten Dackelclub der Welt. Rund 1.400 Dackel bellten auf der Dackel-Weltsiegerschau in Gergweis, große Veranstaltungen in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, in Italien und in Österreich brachten dem „jungen Verein“ den großen Erfolg. Eine eigene Zeitschrift und das eigene Zuchtbuch vervollständigten die Verbandsleistungen. So war es selbstverständlich, daß sich binnen kurzer Zeit Rassehunde-Freunde und -züchter anschließen wollten, um eine ebenso erfolgreiche Interessenvertretung in Anspruch nehmen zu können. Die Gründung des IRJGV 1969 war die logische Folgerung. 1972 erfolgte die Gründung der Europäischen Hundesport-Union mit Walter Winkler, Salzburg, einem erfahrenen „Hundemann“ und Hundeführer von Rettungshunden im Einsatz bei Katastrophen im In- und Ausland. Die Gründung der EHU bewirkte den Zusammenschluß und die Zusammenarbeit mit weiteren großen Vereinigungen in europäischen Ländern. Den Dackelveranstaltungen folgten alsbald Ausstellungen für alle Rassen, Informationsveranstaltungen für jeden Hundehalter in neuen Gruppen und Landesgruppen fanden enormen Zulauf. Hans Fürst (1921 - 2008), der seit den Gründungen von IDG und IRJGV, als 1.Vorsitzender die Verbände bis 1999 leitete, kämpfte Jahrzehnte in Zusammenarbeit mit Vererbungswissenschaftlern gegen „besondere Hundemoden“ -wie die bewußte Ausnutzung krankmachender Erbdefekte, oder auch gegen das Kupieren von Hundeohren und -Ruten - und dem Geschäft damit an. Nun zeichnete sich eine neue Entwicklung des Verbandes anfangs der 80er Jahre ab. Drill und Dressur, das sinnlose „Scharfmachen“ von Hunden lehnte der Verband seit jeher ab. Doch jeder Hund braucht Erziehung, Hunde dürfen weder belästigen noch gefährden. Die Konsequenz war die Entwicklung einer familienbezogenen Hundeausbildung, ohne Zwang oder Härte für jeden Hund, aber mit Sachkunde für den Hundehalter - nämlich die BGVP (Begleithunde-Gehorsams-Verkehrssicherheits-Prüfung), die der Verband seit vielen Jahren, in fast allen Gruppen auf gut ausgestatteten Übungsgeländen und mit qualifizierten Ausbildern und Prüfern bietet. Die BGVP-Ausbildung (bis hin zum goldenen Leistungsabzeichen) zählt heute zu den wichtigsten Leistungen der Verbände. Agility-Sport und Flyball runden seit anfangs der 90er Jahre das Ausbildungsangebot ab. Es gibt in ganz Europa eine Reihe von Vereinen und Vereinigungen, die „auf den Hund gekommen“ sind, im wahrsten Sinne des Wortes. Sicher existieren (allein in Deutschland) mehr Hundevereine als Hunderassen. Neben einigen großen Verbänden sorgen viele kleine, örtliche Vereine, für Auseinandersetzung und Wettbewerb, die im Hunde-Vereinsleben durchaus besonders „bissig und scharf“ ausgetragen werden können. Wer einen Rassehund hält, wird -leider- auch davon hören. Er sollte sich jedoch nicht daran stören. Viel wichtiger als der Verein ist der Hund ! IDG und IRJGV zeichnet von Beginn an aus, daß jeder Hund -unabhängig von Abstammung oder Vereinszugehörigkeit- „anerkannt“, d.h. beurteilt oder ausgebildet wird. In manchen Vereinigungen ist es bedauerlicherweise bis heute gang und gäbe, daß Rassehunde abgelehnt werden, ja als „wertlos“ diskriminiert und diffamiert werden, wenn nicht eine Ahnentafel „vom eigenen Verein“ vorliegt. In Wirklichkeit geht es um ein Geschäft mit Beiträgen, Gebühren und den Hundeverkauf, wenn durch das Umschreiben einer „nicht anerkannten Ahnentafel“ auf eine neue -des eigenen Vereins-, der Hund plötzlich zum „anerkannten Rassehund“ wird. IDG und IRJGV zählen derzeit etwa rund 35.000 Mitglieder im In- und Ausland, besitzen rund 250 örtliche Gruppen und Landesgruppen im ganzen Bundesgebiet und arbeiten mit europäischen Verbänden innerhalb der Europäischen Hundesport-Union (EHU) zusammen. Satzungen und Bestimmungen stecken die grundsätzlichen Aufgaben ab, die „innere Einstellung“ der Mitglieder und Mitarbeiter - die Freundschaft, die diese Gemeinschaft bis heute erfüllt, sie bestimmt letztlich die wirklichen Leistungen eines Vereines. Deshalb ist es Aufgabe der Verbände, die Hundefreundschaft zu fördern, viele gute Hundefreunde zur Mitarbeit zu gewinnen und Wissen vom Hund zu vermitteln. Wissen von der Abstammung und Verhalten des Hundes, von seinen Sinnen und Fähigkeiten, von Haltung, Erziehung, Pflege, Ernährung - wie auch Vorbeuge gegen Erkrankungen und gefährliche Infektionen. Eine Leistung von Hundefreunden für Hundefreunde also, ohne engstirniges Funktionärsdenken oder erstarrte Reglementierungen. So finden die Verbände immer wieder gemeinsame Wege und Regelungen zum Wohle unserer Vierbeiner und ihrer Besitzer. Es lohnt sich und macht Freude, für Hundefreunde etwas zu tun. Kommen deshalb auch Sie, machen Sie mit - im IDG und IRJGV. | ||


